Abteilung Raumfahrt

Neu eingestellte Astronauten absolvieren zunächst eine eineinhalbjährige Grundausbildung, wo sie sich mit Raumfahrt- und Elektrotechnik sowie verschiedenen anderen wissenschaftlichen Disziplinen vertraut machen, die für die bemannte Raumfahrt von Bedeutung sind. In einem weiteren Unterrichtsmodul lernen sie die Systeme der jeweiligen Raumstation kennen.
Ergänzt wird die Grundausbildung um die Vermittlung besonderer Fähigkeiten. Dazu zählen Tauchkurse zum Trainieren von Weltraumspaziergängen, darüber hinaus Robotik, Kopplungs- und Andockmanöver, russische Sprachkurse, Verhaltens- und Leistungstraining.
Die Fortgeschrittenenausbildung konzentriert sich auf besondere operative Fähigkeiten für die Tätigkeiten an Bord. Schwerpunkte sind Robotik, Außeneinsätze, Sprachausbildung, Verhaltenstraining und Leistungsfähigkeit. Jeder Astronaut durchläuft einen Eignungstest. So kann das Management Crews zusammenstellen, in denen alle essentiellen Fähigkeiten für einen bestimmten Flug vertreten sind.
Die Missionsvorbereitung ist die letzte Ausbildungsphase und beginnt, sobald ein Astronaut für eine bestimmte Mission ausgewählt wurde. Etwa zweieinhalb Jahre besucht der Astronaut die Ausbildungszentren und erwirbt so das Wissen und die Fähigkeiten, die er für seinen Flug braucht. Jeder Astronaut in der Raumstation hat eigene Aufgaben, so dass jedes Crewmitglied eine maßgeschneiderte Ausbildung erhält.
Die Astronauten üben den normalen Betrieb, die Behebung von Störungen sowie den Austausch defekter Bordeinrichtungen.

Labor Trainer

Das Labor an Bord einer Raumstation ist die Forschungseinrichtung im Weltall. Die Ausbildung ermöglicht in einem Simulator die Vermittlung von Praxiswissen zur Bedienung und Überwachung sämtlicher Systeme eines Labor Trainers.

Hardware Trainer

Das Weltraumlabor beherbergt vier Experimentiereinrichtungen: BioLab, Fluid Science Lab, Physiology Modules und Drawer Rack. Für alle vier Forschungsmodule stehen entsprechende Trainingsmodelle bereit.

Modell und Simulator
Hier können die Astronauten die Ent- und Beladung des Raumfahrzeugs trainieren. Hier werden auch Kopplungs- und Andockmanöver einschließlich Sicherheitsverfahren für die Crew geübt.
Nullauftriebslabor
Beim Nullauftriebslabor handelt es sich um einen riesigen Wassertank, in dem Weltraumspaziergänge trainiert werden können. Die Astronauten tragen dabei Raumanzüge, die so austariert sind, dass sie damit weder aufsteigen noch absinken. Wirklichkeitsnäher lässt sich das Gefühl der Schwerelosigkeit auf der Erde nicht simulieren.
Die Ausbildung

In über 400 Schulungsstunden erlernen die Astronauten die Bedienung, Überwachung und Wartung der europäischen Module, Fahrzeuge und Experimentiereinrichtungen der Raumstation.
Die Astronautenabteilung ist für die Arbeitsplanung der Astronauten zuständig. Dies umfasst Auswahl, Karrieremanagement, Aufrechterhaltung von Kenntnisstand, Leistungsniveau und körperlicher Fitness, Einsatzplanung und -Betreuung sowie die Sicherheit der Crews.
Bei der Betreuung der Astronauten geht es darum, die besonderen Belastungen für das persönliche (Familien-)leben abzumildern, die sich aus den langen Abwesenheitsphasen von zuhause ergeben. Die Betreuungsgruppe kümmert sich um alle nicht-ausbildungsrelevanten Bedürfnisse der Astronauten und ihrer engsten Angehörigen während der Vorbereitung, Durchführung und der Nachbereitung von Raumflügen.
Die Stabsstelle zur medizinischen Betreuung der Crews widmet sich den Bereichen Vorbeugung, menschliches Verhalten und Leistungsfähigkeit, bietet den Astronauten aber darüber hinaus auch medizinische Schulungen und Betreuungsleistungen. Sie bereiten die Astronauten körperlich auf die Raumflüge vor und wachen während der bis zu sechs Monate dauernden Missionen über deren Gesundheit.

Medizinische Betreuung der Crews

Die Stabsstelle zur medizinischen Betreuung der Crews widmet sich den Bereichen Vorbeugung, Verhaltenstraining und Leistungsfähigkeit, bietet den Astronauten aber auch medizinische Schulungen und Betreuungsleistungen.
Der Stabsstelle obliegt die Auswahl, Zertifizierung und Rezertifizierung von Astronauten. Hier arbeiten Ärzte, Biomedizin-Ingenieure, Fitnessspezialisten, Psychologen, IT-Fachleute, Verwaltungsmitarbeiter und Projektmanager.
Vor dem Start führt ein Fliegerarzt alle erdenklichen Untersuchungen durch, um die Flugtauglichkeit der Astronauten sicherzustellen. Im Weltraum versucht das medizinische Team, die Mission so angenehm wie möglich zu machen. Nach der Landung hat es die Aufgabe, die Astronauten schnellstmöglich wieder auf die Beine zu bringen.
Die Abteilung Medizinprojekte und Medizintechnik beschäftigt weitere Fachleute für Sportwissenschaften, IT, medizinische Ausbildung und Projektmanagement, die sich ebenfalls um die Gesundheit der Astronauten in der Umlaufbahn kümmern. Diese Spezialisten bereiten zukünftige Projekte vor und bilden die Raumfahrtmediziner von morgen aus.

Welche Fachrichtungen und Qualifikationen sind für eine Bewerbung Voraussetzung?
BewerberInnen müssen einen Hochschulabschluss (oder Gleichwertiges) in einem naturwissenschaftlichen Fach (Physik, Biologie, Chemie, Mathematik), einer Ingenieurwissenschaft oder in der Medizin sowie vorzugsweise mindestens drei Jahre einschlägige Berufserfahrung oder Flugerfahrung als PilotIn vorweisen. Naturgemäß sollten die Kandidatinnen und Kandidaten gute Kenntnisse in mindestens einer der wissenschaftlichen Disziplinen haben. Das Studium der Luft- und Raumfahrttechnik ist ein großer Vorteil, aber keine Voraussetzung. Wichtig: Was Sie auch studiert haben, Sie sollten vor allem gut in Ihrem Fach sein.
Nach welchen medizinischen und psychologischen Maßstäben werden die Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt?

Astronauten müssen zahlreiche Kenntnisse, Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringen. Eine wichtige Komponente bei der Suche nach Personen mit den richtigen Voraussetzungen ist eine Beurteilung des Gesundheitszustands der BewerberInnen aus medizinischer und psychologischer Sicht. Im Folgenden finden Sie einen allgemeinen Überblick über die medizinischen und psychologischen Gesundheitskriterien für die Beurteilung der Kandidatinnen und Kandidaten.
Im Allgemeinen gelten normale medizinische und psychologische Gesundheitsstandards. Diese Standards wurden aus der evidenzbasierten Medizin entwickelt und in klinischen Studien überprüft.

  • BewerberInnen müssen eine Gesundheitsprüfung nach JAR-FCL 3, Klasse 2, bestehen, die von einem durch die nationale flugmedizinische Behörde zugelassenen Fliegerarzt (AME) durchzuführen ist.
  • BewerberInnen dürfen keinerlei Krankheiten aufweisen.
  • BewerberInnen dürfen keine Drogen-, Alkohol- oder Tabakabhängigkeit aufweisen.
  • BewerberInnen müssen in allen Gelenken eine uneingeschränkte Beweglichkeit und eine normale Funktionsfähigkeit aufweisen.
  • BewerberInnen müssen auf beiden Augen 100 % (20/20) Sehstärke erreichen, unkorrigiert oder durch Korrektur mit Brille oder Kontaktlinsen.
  • BewerberInnen dürfen keinerlei psychische Störungen haben.
  • BewerberInnen müssen die für ein effizientes Arbeiten in einem Umfeld mit hohen intellektuellen und sozialen Anforderungen erforderlichen kognitiven, mentalen und charakterlichen Fähigkeiten mitbringen.
Kontakt

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Freilagerstrasse 32
8047 Zürich
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